Vier verschiedene Kaffeetrinker, vier verschiedene Vorlieben, aber nur ein Gerät in der Küche: Genau darauf zielt der GranAroma SM6580 mit seinen vier Nutzerprofilen, die Saeco als Philips-Schwestermarke klar auf Familienküchen ausrichtet, ohne dabei den Anschluss an die technische Qualität der Konzernschwester zu verlieren.
Aufbau und Bedienung: Farbdisplay mit eigener Handschrift
Das intuitive Farbdisplay führt durch 14 Kaffeespezialitäten und die vier speicherbaren Nutzerprofile, die Menüsprache wirkt dabei eigenständiger als bei den baugleichen Philips-Modellen, auch wenn die Bedienlogik im Kern ähnlich bleibt. Anders als beim Xelsis verzichtet der GranAroma auf Klavierlack-Optik und setzt stattdessen auf eine funktionale, leicht zu reinigende Oberfläche. Das Gehäuse kombiniert Kunststoff mit dezenten Metallakzenten und wirkt für die Preisklasse angemessen hochwertig. Auch bei schwacher Küchenbeleuchtung bleibt das Farbdisplay gut ablesbar, ein Detail, das im Familienalltag mit wechselnder Tageszeit öfter zählt, als man beim Kauf bedenkt. Wassertank und Bohnenbehälter fassen rund 1,7 Liter beziehungsweise 250 Gramm, beide sind ohne Werkzeug zugänglich.
Im Detail: Mahlwerk, Brühgruppe und Milchkaraffe
Das Keramikmahlwerk mahlt frisch für jede Tasse und bleibt über Jahre verschleißarm, die Brühgruppe lässt sich zur Reinigung komplett entnehmen, ohne dass dafür Werkzeug nötig wäre. Für unterschiedliche Röstgrade lässt sich der Mahlgrad in mehreren Stufen justieren, sodass sowohl helle als auch dunkle Röstungen sauber verarbeitet werden. Die 1500-Watt-Heizleistung bringt die Maschine zügig auf Betriebstemperatur, ein spürbarer Vorteil bei mehreren Bezügen kurz hintereinander. Die Pumpe arbeitet wie bei praktisch allen Vollautomaten dieser Klasse mit deutlich mehr Nenndruck, als am Kaffeebett ankommt, entscheidend bleiben auch hier die üblichen rund 9 bar während der Extraktion. Die abnehmbare Milchkaraffe liefert auf Knopfdruck Cappuccino und Latte Macchiato, ohne dass du selbst schäumen musst. Der Auslauf lässt sich zudem in der Höhe verstellen, sodass sowohl kleine Espressotassen als auch größere Milchkaffeegläser ohne Tropfen befüllt werden. Wie viel Wasser und Kaffee für deinen Geschmack zusammenpassen, verrät unabhängig vom Milchsystem der Kaffee-Finder.
Was unterscheidet Saeco eigentlich von Philips?
Weniger als der Markenname vermuten lässt: Beide gehören zum selben Konzern und teilen sich Mahlwerke sowie Brühgruppen-Technik. Saeco setzt eher auf ein eigenständiges Bedienkonzept und Design, während Philips-Modelle wie die LatteGo-Serie stärker auf das namensgebende Milchsystem fokussieren. In der Praxis bedeutet das: Wer sich zwischen beiden Marken entscheidet, entscheidet sich vor allem zwischen zwei Bedienphilosophien, nicht zwischen unterschiedlicher Kaffeequalität. Preislich bewegen sich vergleichbar ausgestattete Modelle beider Marken meist in ähnlichen Regionen, echte Sparpotenziale ergeben sich eher aus Rabattaktionen als aus Markenwahl.
Reinigung und Pflege
Die Milchkaraffe lässt sich abnehmen und größtenteils in der Spülmaschine reinigen, ein automatisches Spülprogramm unterstützt zusätzlich nach jedem Bezug. Die Brühgruppe wird bei Bedarf entnommen und unter Wasser abgespült, das Entkalkungsprogramm richtet sich nach der eingestellten Wasserhärte. Ein optionaler Wasserfilter reduziert zusätzlich die Kalkbildung und verlängert die Intervalle zwischen den Entkalkungsvorgängen. Als Folgekosten solltest du Entkalker- und Reinigungstabletten einplanen, zusammen grob 20 bis 30 Euro im Jahr, ein für die Preisklasse üblicher Wert.
Für wen geeignet?
Der GranAroma SM6580 passt zu Familienküchen mit mehreren Kaffeetrinkern, die von individuellen Nutzerprofilen profitieren. Im Vollautomaten-Vergleich steht er für die weniger bekannte, aber technisch gleichwertige Alternative zu Philips, gerade für Haushalte, in denen mehrere Personen regelmäßig unterschiedliche Getränke abrufen. Wer ohnehin schon andere Philips-Geräte besitzt und eine vertraute Bedienlogik sucht, könnte die Philips-Variante allerdings als stimmiger empfinden. Wer lieber auf die bekanntere Marke und das LatteGo-Milchsystem setzt, findet mit der Philips Serie 5500 ein sehr ähnliches Gerät.
Mehr Alternativen versammelt die Bestenliste Kaffeevollautomaten.

