Wer den kleinen Espro P3 mag, aber morgens für mehr als eine Person braut, stößt irgendwann an dessen Grenzen. Genau für diesen Fall gibt es den P5: gleiche Filtertechnik, deutlich mehr Volumen, und damit die logische Erweiterung der Espro-Produktlinie für größere Haushalte.
Aufbau und Material: Der große Bruder des P3
Baugleich zum P3 in der Grundkonstruktion, doppelwandiges Borosilikatglas, Edelstahl-Deckel, patentierter Doppel-Mikrofilter, wächst der P5 vor allem in der Höhe. Mit 930 Millilitern Kannenvolumen bringt er deutlich mehr Kapazität mit als kompaktere French-Press-Kannen und richtet sich klar an alle, die regelmäßig für mehr als eine Tasse gleichzeitig brühen. Der Silikongriff bleibt trotz der größeren Glasmenge angenehm hitzeisoliert, auch bei randvoll aufgegossener Kanne. Auch der Aromadeckel wurde für die größere Kanne angepasst und schließt spürbar straffer als bei kompakteren Modellen, damit beim Eingießen aus der vollen Kanne nichts danebengeht.
Im Detail: Volumen, Filterleistung und Wärmehaltung
Die Filtertechnik unterscheidet sich nicht vom P3: Zwei ineinanderliegende Feinsiebe halten den Großteil der Kaffeepartikel zurück, der Kaffee bleibt klar und bodensatzarm. Bei der größeren Füllmenge braucht die Brühzeit keine Anpassung, weiterhin gelten grob gemahlener Kaffee, ein Verhältnis von etwa 1 zu 15 und rund vier Minuten Ziehzeit, nur eben mit entsprechend mehr Kaffee und Wasser. Wer für 930 Milliliter die passende Kaffeemenge sucht, findet sie schnell über den Brüh-Rechner. Das doppelwandige Glas hält die größere Menge dabei spürbar länger warm als eine einfache dünnwandige Kanne gleicher Größe, was besonders beim gemütlichen Nachschenken über einen längeren Frühstückstisch hinweg auffällt. Der Mahlgrad sollte wie bei jeder French Press grob ausfallen, ähnlich grobem Meersalz, damit auch der Doppelfilter bei der größeren Kaffeemenge nicht unnötig verstopft.
Lohnt sich der Aufpreis zum P3?
Nur, wenn regelmäßig für mehrere Personen gebraut wird. Bei identischer Filtertechnik liegt der einzige relevante Unterschied im Volumen: Wer meist allein oder zu zweit Kaffee trinkt, ist mit dem kompakteren und günstigeren P3 besser bedient. Wer dagegen öfter Gäste bewirtet oder direkt mehrere Tassen auf einmal braucht, spart sich mit dem P5 einen zweiten Brühvorgang und damit wertvolle Minuten am Morgen. Preislich liegt zwischen beiden Modellen ein spürbarer Abstand, der sich aber direkt in mehr Glasvolumen und einem robusteren Deckelmechanismus niederschlägt, keine reine Markenaufschlag-Rechnung.
Reinigung und Pflege
Wie beim P3 lässt sich der Doppelfilter komplett zerlegen und unter fließendem Wasser ausspülen, bei der größeren Kanne braucht das minimal mehr Zeit, bleibt aber unkompliziert. Glaskörper und Filterteile vertragen die Spülmaschine im oberen Fach, der Deckel sollte von Hand gereinigt werden, um die Silikondichtung zu schonen. Ersatzfilter-Sets sind wie beim kleineren Modell bei Espro einzeln erhältlich, sodass sich die Kanne über viele Jahre instand halten lässt, auch wenn Dichtungen oder Sieb irgendwann Verschleiß zeigen.
Für wen geeignet?
Der Espro P5 ist die richtige Wahl für alle, die die klare Tasse des P3 lieben, aber regelmäßig größere Mengen brauchen, etwa für den Frühstückstisch mit mehreren Personen oder für Büros, in denen sich mehrere Kolleginnen und Kollegen eine Kanne teilen. Im Vergleich der French Press und AeroPress Kaffeebereiter ist er die Premium-Option für alle mit höherem Kaffeebedarf und dem Wunsch nach möglichst klarem Ergebnis. Einzelgänger sind mit dem kompakteren und günstigeren P3 meist besser bedient, wer dagegen ohnehin schon zur Chambord oder einer Edelstahlkanne dieser Größe tendiert, bekommt beim P5 die klarste Tasse der gesamten Klasse. Wer sich bei der passenden Kannengröße unsicher ist, orientiert sich am besten an der eigenen Haushaltsgröße und den üblichen Trinkgewohnheiten am Frühstückstisch.
Wie sich das Modell gegen die Konkurrenz schlägt, zeigt der French Press & AeroPress-Vergleich.



