Luxe Pro
Ninja · Siebträger

Luxe Pro

★★★★☆Redaktionswertung 4,2 / 5Kegelmahlwerk 25 Stufen, Wiege-Dosierung, 4-in-1 mit Heißwasser
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Die Luxe Pro ist für alle interessant, die maximale Assistenzfunktionen und ein zusätzliches Heißwassersystem wollen und bereit sind, bei einer neuen Marke Vorreiter zu sein. Wer lieber auf jahrelang erprobte Technik mit breiter Test-Historie setzt, wartet ab oder greift zu einer etablierten Marke wie Sage oder Gaggia.

Eingebautes Kegelmahlwerk (25 Stufen)Integrierter TamperFreihändiger MilchaufschäumerZusätzliches Heißwassersystem
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Kurz & knapp8.3/10

Die Ninja Luxe Pro ist im Siebträger-Test 2026 die größere Ausbaustufe der Luxe-Reihe: Für rund 515 Euro ergänzt sie Espresso, Filterkaffee und Cold Brew um ein eigenes Heißwassersystem. Als Newcomer mit noch kaum vorhandenen Testberichten bleibt bei aller Technik-Begeisterung etwas Vorsicht angebracht.

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Nach dem Einstieg mit dem kleineren Geschwistermodell legt SharkNinja mit einer Ausbaustufe nach, die zusätzlich heißes Wasser auf Knopfdruck liefert: Die Luxe Pro ist die ambitioniertere der beiden neuen Ninja-Siebträger und will mit vier Zubereitungsarten in einem Gehäuse punkten.

Aufbau und Verarbeitung: vier Funktionen, ein Gehäuse

Optisch setzt die Luxe Pro die aufgeräumte Formsprache der Premier fort, das Bedienfeld wächst aber um eine vierte Option für reines Heißwasser. Der integrierte, automatische Tamper presst das Kaffeemehl per Hebel mit konstantem Druck, das nimmt Einsteigern eine der größten Fehlerquellen beim Siebträger ab. Verarbeitet wirkt das Gehäuse hochwertig, mit spürbar mehr Elektronik unter der Haube als bei klassischen italienischen Einkreisern.

Die vierte Funktion, reines Heißwasser, läuft über einen eigenen Auslauf und lässt sich unabhängig von Espresso und Filterkaffee starten, praktisch für Tee-Trinker oder für einen schnellen Americano, ohne extra einen Wasserkocher aufzusetzen. Der Bohnenbehälter und die Wassertanks für die verschiedenen Funktionen sind klar voneinander getrennt beschriftet, sodass auch bei viereinhalb Funktionen in einem Gerät keine Verwechslungsgefahr entsteht.

Im Detail: Barista Assist, Mahlwerk und Wiege-Dosierung

Das Herzstück ist die Barista Assist Technology: Basierend auf Mahlgrad und Dosis gibt die Maschine Einstellungsempfehlungen und passt Druck sowie Temperatur während des Bezugs aktiv an. Das Kegelmahlwerk bietet 25 Mahlgradstufen und arbeitet mit einer eingebauten Waage, die exakt auf Zielmenge mahlt, statt sich auf Zeit- oder Mengenrädchen zu verlassen. Der Siebträger ist tief und mit doppeltem Auslauf gebaut, eine markeneigene Form, die zwar an klassische 54-mm-Siebträger erinnert, aber ein eigenständiges System bleibt. Unabhängig von der Werbezahl zur Pumpenleistung zählen für die Extraktion ohnehin die rund 9 bar, die am Kaffeebett ankommen, das gilt für jede Vibrationspumpen-Maschine gleichermaßen. Einen Startpunkt für Dosis und Ausbeute liefert der Brüh-Rechner. Weil die Waage direkt im Bezugsvorgang eingebunden ist, lässt sich das Verhältnis von Einwaage zu Ausbeute deutlich einfacher nachvollziehen und wiederholen als bei Maschinen, die rein über Zeit dosieren.

Wie viel Vertrauen verdient ein so neues Produkt?

Ehrlich gesagt: Das lässt sich nach wenigen Monaten am Markt noch nicht abschließend beantworten. Die Technik klingt durchdacht, und erste Kurzzeit-Tests bestätigen gute Extraktionsergebnisse, belastbare Aussagen zu Langzeit-Haltbarkeit von Dichtungen, Pumpe oder Elektronik gibt es aber naturgemäß noch nicht. Wer eine neue Marke im Espresso-Segment unterstützen will und mit dieser Unsicherheit leben kann, bekommt viel Technik fürs Geld. Wer lieber auf Nummer sicher geht, wartet weitere unabhängige Erfahrungsberichte ab. SharkNinja bringt als etablierter Haushaltsgerätehersteller immerhin jahrzehntelange Erfahrung mit Kundenservice und Ersatzteilversorgung aus anderen Produktkategorien mit, ein Anhaltspunkt, auch wenn das für die noch junge Espressosparte keine Garantie ist.

Reinigung und Pflege

Die Pflege folgt dem Ninja-typischen Assistenzprinzip: Das Display führt durch Reinigungsschritte, Baskets und Milchbehälter sind größtenteils spülmaschinenfest. Entkalkt werden sollte die Maschine je nach Wasserhärte etwa alle 4 bis 8 Wochen, das Mahlwerk verträgt gelegentliches Ausbürsten, damit sich kein Restmehl festsetzt. Das Heißwassersystem sollte gelegentlich durchgespült werden, um Ablagerungen vorzubeugen. Der Wassertank und die Baskets lassen sich für die wöchentliche Grundreinigung komplett entnehmen, sodass sich auch schwer zugängliche Ecken problemlos erreichen lassen, ein spürbarer Komfortgewinn gegenüber Maschinen mit fest verbauten Komponenten.

Für wen geeignet?

Die Luxe Pro eignet sich für alle, die maximale Assistenzfunktionen, ein zusätzliches Heißwassersystem und vier Zubereitungsarten in einem Gerät wollen und bereit sind, bei einer neuen Marke Vorreiter zu sein. Im Siebträger-Vergleich ist sie der technisch ambitionierteste Neuzugang. Wer lieber auf jahrelang erprobte Technik mit breiter Test-Historie setzt, wartet weitere Erfahrungsberichte ab oder greift zu einer etablierten Marke.

Unsere aktuelle Übersicht der besten Siebträgermaschinen findest du hier.

Datenblatt

Technische Daten: Luxe Pro

Bauart4-in-1-System für Espresso, Filterkaffee, Cold Brew und Heißwasser
MahlwerkKegelmahlwerk, 25 Mahlgradstufen, wiegebasierte Dosierung
Siebträgermarkeneigenes, tiefes System (kein 51/54/58-mm-Standard)
Tamperintegrierter, automatischer Tamper per Hebel
Milchsystemautomatischer, freihändiger Aufschäumer
AssistenzBarista Assist Technology mit Mahlgrad-Empfehlung und aktiver Druck-/Temperaturanpassung
Marktstatusneu eingeführt, noch kaum unabhängige Testberichte verfügbar
PflegeEntkalken nach Wasserhärte, Mahlwerk regelmäßig reinigen
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.2
Leistung
8.1
Handhabung
8.9
Preis-Leistung
8.0

Vorteile

  • Barista Assist Technology gibt Mahlgrad-Empfehlungen und passt Druck und Temperatur während des Bezugs aktiv an
  • Zusätzliches Heißwassersystem macht Tee oder Americano ohne Zusatzgerät möglich
  • Wiegebasierte Dosierung und automatischer Tamper nehmen typische Einsteigerfehler ab
  • Vier Zubereitungsarten, Espresso, Filterkaffee, Cold Brew, Heißwasser, in einem Gerät

Nachteile

  • Als sehr neues Produkt gibt es noch kaum unabhängige Langzeit-Testberichte
  • Proprietäres Siebträger-System: Standardzubehör von Drittanbietern passt nicht
  • Höherer Preis als die kleinere Luxe Premier bei ähnlichem Kernkonzept
Im Vergleich

Luxe Pro im Vergleich

Luxe ProLuxe ProClassic Evo ProClassic Evo ProElizabethElizabeth
Gesamtwertung8.3/109.4/109.2/10
Preis514,99 €499,52 €1.187,29 €
Verarbeitung8.29.49.5
Leistung8.19.59.6
Handhabung8.98.68.8
Preis-Leistung8.09.08.5
TypSiebträgerSiebträgerSiebträger
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Unser Fazit

Fazit

Die Luxe Pro ist für alle interessant, die maximale Assistenzfunktionen und ein zusätzliches Heißwassersystem wollen und bereit sind, bei einer neuen Marke Vorreiter zu sein. Wer lieber auf jahrelang erprobte Technik mit breiter Test-Historie setzt, wartet ab oder greift zu einer etablierten Marke wie Sage oder Gaggia.

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Zuletzt geprüft: 13.7.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Testmethodik

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Luxe Pro

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Luxe Pro.

Was unterscheidet die Luxe Pro von der Luxe Premier?

Die Pro ergänzt das Konzept der Premier um ein eigenes Heißwassersystem für Tee oder Americano, das macht sie zum 4-in-1- statt 3-in-1-Gerät. Mahlwerk, Wiege-Dosierung und Grundfunktionen sind bei beiden Modellen sehr ähnlich, die Pro kostet entsprechend etwas mehr.

Wie zuverlässig ist die Luxe Pro als so neues Produkt?

Belastbare Langzeitdaten gibt es noch nicht, dafür ist die Maschine zu neu am Markt. Erste Kurzzeit-Tests loben die Assistenzfunktionen, wer auf Nummer sicher gehen will, wartet weitere unabhängige Erfahrungsberichte ab.

Was macht die Barista Assist Technology genau?

Sie gibt basierend auf Mahlgrad und Dosis Empfehlungen zur Einstellung und passt Druck sowie Temperatur während des Bezugs aktiv an, um Über- oder Unterextraktion zu vermeiden. Für Einsteiger reduziert das die Lernkurve spürbar.

Passt gängiges 54-mm-Zubehör auf die Luxe Pro?

Nein, SharkNinja setzt auf eine eigene, tief gebaute Siebträger-Form mit Doppelauslauf. Fremdsiebe oder Bodenlose anderer Hersteller sind in der Regel nicht kompatibel, plane Zubehör nur mit Ninja-eigenen Teilen.